Die C-Junioren der SGM Neufra/Riedlingen/Altheim liefern in der Regionenstaffel. Für Trainer Oliver Kübler spielt der sportliche Erfolg oft aber eine untergeordnete Rolle.

Die Rückrunde in der Regionenstaffel der C-Junioren steht in den Startlöchern. Nach einer überzeugenden ersten Saisonhälfte will Neufra/Riedlingen/Altheim weiter abliefern, absolvierte dafür am vergangenen Wochenende nochmal einen echten Härtetest. Beim eigenen Blitzturnier holte die SGM einen Sieg und ein Unentschieden.

Erstmals hatte das Blitzturnier seinen Platz im Vorbereitungskalender. „Eigentlich hatte ich nur bei einem befreundeten Trainer von Schwarz/Weiß Donau wegen eines Testspiels angefragt“, erzählt Trainer Oliver Kübler. Das Team aus der Leistungsstaffel hatte schon einen Leistungsvergleich mit der U14 des FV Illertissen angesetzt – und so entschied man sich spontan für ein Blitzturnier auf dem Gelände in Neufra. „Wir haben das dann auch in Eigenregie bewirtet“, betont Kübler. Am Ende stand ein gelungener Nachmittag. „Es waren überraschend viele Leute da, das Wetter war gut und wir konnten viel Werbung machen“, zieht Kübler Bilanz. Auch sportlich passte es. Im ersten Spiel setzte sich Illertissen gegen SW Donau mit 1:0 durch, anschließend gewann Neufra/Riedlingen/Altheim mit 2:0 gegen Illertissen. Zum Abschluss gab es dann zwischen der SGM und Schwarz/Weiß noch ein 1:1. „Eine Topleistung“, so der Trainer.

Die Form stimmt also für die zweite Saisonhälfte in der Regionenstaffel. Für die hatte sich die SGM nicht direkt qualifiziert, sondern um einen Startplatz beworben. Den gab es dann auch – und nun mischt Neufra/Riedlingen/Altheim sogar ganz oben mit. Die Winterpause verbrachte das Team auf Rang zwei, ist punktgleich mit Primus Pfuhl. „Ich wusste, dass wir eine gute Mannschaft haben“, sagt Kübler, dessen Sohn auch zur Mannschaft zählt. „Aber das hat mich trotzdem überrascht, dass wir ganz oben dabei sind.“ Ist da der Aufstieg ein Thema? So ganz abgeneigt ist der Coach nicht, mahnt aber an: „Nächstes Jahr kann es natürlich sein, dass der Jahrgang nicht so stark ist.“ Aktuell spielen in der C1 größtenteils Jungs des Jahrgangs 2011, die dann zu den B-Junioren aufsteigen.

Die Ligazugehörigkeit und auch die Ergebnisse stehen für Kübler jedoch ohnehin eher an zweiter Stelle. In seiner Rolle als Jugendtrainer sind für ihn andere Werte wichtiger. „Ich sage immer, wir haben im Training 35 Charaktere auf dem Feld. Die muss man alle respektieren – egal ob sie jetzt ein guter oder ein nicht so starker Fußballer sind, egal wie das Umfeld außerhalb des Sports aussieht.“ Das vermittelt er mit Nachdruck seinen Schützlingen. „Bei uns wird keiner aufs Abstellgleis gestellt.“
Die Ansprüche hat er an seine Spieler und auch an sich selbst. „Natürlich gibt es Momente, in denen ich mich auch ärgere“, räumt Kübler ein. „Die Spieler werden älter, da kann es auch mal schwierig werden. Aber wir klären das dann ganz normal. Da kann ich mich auch auf die Unterstützung meiner Trainerkollegen verlassen. Die Zusammenarbeit klappt da wirklich gut zwischen uns.“ Auch auf die Unterstützung seiner Frau kann sich Kübler stets verlassen.

Nur die reicht aber nicht aus und so kommt es bei der SGM auch auf das gesamte Umfeld der Spieler an. Wie zuletzt beim Blitzturnier, als die Eltern der Spieler die Bewirtung übernahmen. „Wenn wir ein Heimspiel haben, egal ob C1 oder C2, machen wir immer das Sportheim auf“, so Kübler. „Das finde ich ganz toll. Viele Eltern helfen beim Bewirten. Da ergeben sich Freundschaften, Gespräche – Kontakte, die auch ins Privatleben übergehen.“ Diese Gemeinschaft ist ihm wichtig. „Und durch das Geld, das wir durch die Bewirtung verdienen, ist zum Beispiel dann der Schiedsrichter schon gezahlt.“
Doch wie funktioniert die Zusammenarbeit bei drei Stammvereinen? „Da gibt es natürlich auch Punkte, die nicht immer passen“, ist Kübler ehrlich. Trotzdem bemühe man sich immer um ein gutes Miteinander. „Auch für das Blitzturnier wurde jetzt teilweise Werbung gemacht.“ Für die C-Junioren ist Neufra federführend, bei den B-Junioren Altheim und bei den A-Junioren die Riedlinger. „Und die Trainingsbedingungen sind in Neufra natürlich top“, sagt Kübler, der einst selbst für den FVN kickte. Und wenn die Riedlinger in der Landesliga ihren Mannschaftsbus nicht brauchen, bekommt diesen auch mal die Jugend zur Verfügung gestellt.

Die Rahmenbedingungen sind also geschaffen, in der Öffentlichkeit wollen Kübler & Co. noch stärker stattfinden. So soll die Nachwuchs-Spielgemeinschaft aus Neufra, Riedlingen und Altheim auch in den kommenden Jahren überzeugen – sportlich, aber auch durch Zusammenhalt abseits des Spielfelds.